Ihr Stickbild vollenden: einrahmen, aufspannen oder in den Stickrahmen
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Zuletzt aktualisiert: 6. Mai 2026 — von Stitchly Studio
Du hast Stunden – oder Wochen – in dein Werk investiert. Nun die letzte Phase: deine Stickerei fertigstellen. Viele Stickerinnen und Sticker empfinden dies als den aufregendsten Moment, denn es gibt kein Zurück mehr. In diesem Artikel listen wir die drei beliebtesten Möglichkeiten auf, dein Werk fertigzustellen: Einrahmen, Aufspannen und im Stickrahmen belassen. Inklusive aller Tipps, damit es professionell aussieht.
Zuerst: Dein Werk für die Fertigstellung vorbereiten
Wie auch immer du es letztendlich präsentierst – diese Schritte sind für alle Methoden gleich:
1. Lose Fäden vernähen
Dreh deine Arbeit um und schau dir die Rückseite an. Lange lose Fäden verwebst du sauber unter deinen bestehenden Stichen (3 bis 4 cm mitweben, dann abschneiden). Mach das sorgfältig – durchsichtiger Stoff verrät später unordentliche Arbeit.
2. Lose Fadenenden abschneiden
Keine langen Fadenenden hängen lassen – diese könnten später durchscheinen oder beim Bügeln eingeklemmt werden.
3. Dein Werk waschen (optional, aber empfohlen)
Während der Arbeit können deine Handflächen und der Stoff verschwitzt, fettig oder staubig werden. Wasche dein Werk vor dem Fertigstellen von Hand in lauwarmem Wasser mit einem milden Waschmittel. Nicht auswringen – flach zwischen Handtüchern trocknen lassen.
Wichtig: Tue dies nur, wenn du sicher bist, dass dein Garn farbecht ist. Mouline-Garn ist das normalerweise, aber teste eine Ecke, wenn du unsicher bist.
4. Dein Werk bügeln
Lege ein Handtuch auf dein Bügelbrett, lege deine Arbeit mit der Vorderseite nach unten darauf und bügle von der Rückseite auf niedriger Stufe. So bleiben deine Kreuzstiche flauschig und gleichzeitig flach.
Option 1: In einem Bilderrahmen einrahmen
Der Klassiker – und das aus gutem Grund. Eine gerahmte Kreuzsticharbeit wirkt fertig, ansprechend und passt in jedes Interieur.
Was benötigst du?
- Einen Bilderrahmen mit passendem Innenmaß (damit dein Werk gut zentriert ist)
- Ein Stück Passepartout-Karton oder Museumskarton in der gleichen Größe
- Nadeln, um den Stoff während des Zentrierens vorübergehend zu befestigen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Lege deinen gebügelten Stoff verkehrt herum auf den Tisch.
- Lege den Karton mittig auf den Stoff.
- Falte den überhängenden Stoff um die Ränder des Kartons – straff, aber nicht so straff, dass dein Werkstück sich verformt.
- Befestige den Stoff mit Nadeln an der Seite des Kartons oder klebe den Überhang vorsichtig mit archivsicherem Klebeband fest.
- Lege das Ganze in den Rahmen, schließe die Rückseite.
Zweifelst du, ob es mittig hängt? Halte den Rahmen gegen das Licht – so siehst du, ob dein Werkstück gerade sitzt.
Tipp: Professionell einrahmen lassen
Für deine großen und Lieblingswerke: einen Rahmungsmeister. Dieser kann für säurefreie Materialien sorgen (entscheidend für die langfristige Haltbarkeit), gespannte Montage und ein wirklich schönes Gesamtbild. Rechne mit 50–150 € für eine durchschnittliche Größe.
Option 2: Auf einen Holzrahmen spannen
Auch als stretched bezeichnet: Dein Werk wird straff über eine Holzplatte gespannt – ohne Glas darüber. Modern, minimalistisch, und du siehst die taktile Struktur der Kreuzstiche besser.
Was benötigst du?
- Eine Holzplatte oder einen Leinwandrahmen in der richtigen Größe
- Ein Tacker (ein einfacher Tacker ist ausreichend)
- Optional: Eine Schicht dünner Baumwollfüllung für zusätzliche Dicke
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Lege die Platte in die Mitte deines Werks.
- Beginne in der Mitte einer Seite: Ziehe den Stoff straff nach hinten und befestige eine Klammer.
- Mach dasselbe auf der gegenüberliegenden Seite – ziehe straff.
- Arbeite dich zu den Ecken vor, abwechselnd gegenüberliegende Seiten.
- Falte die Ecken sauber wie ein Geschenkpaket und befestige sie mit Klammern.
Ergebnis: ein Werk, das straff gespannt an der Wand hängt, ohne Rahmen.
Option 3: Im Stickrahmen lassen
Die einfachste und heutzutage am häufigsten verwendete Methode: Dein Werk bleibt im Stickrahmen, in dem du gearbeitet hast. Holzrahmen sehen wunderschön aus und machen die Arbeit sofort aufhängefertig.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Spanne dein gebügeltes Werkstück erneut in den Rahmen – straffer als beim Arbeiten.
- Schneide den überschüssigen Stoff ringsherum ab, mit etwa 2 cm Überstand.
- Falte den Überhang nach innen hinter den Ring – notfalls mit einer Kleberlinie oder einer Naht.
- Schneide einen Kreis aus Filz oder Stoff in der gleichen Farbe und klebe/leime ihn auf die Rückseite. Das sorgt für eine saubere Verarbeitung.
- Befestige eine Schlaufe oder einen Haken oben am Ring – fertig zum Aufhängen.
Vorteil: Dein Werkstück ist in 15 Minuten fertig für die Wand. Nachteil: nicht durch Glas geschützt (aber weniger staubanfällig als du denkst).
Option 4: Zu einem Kissen oder einer Tasche verarbeiten
Für fortgeschrittene Bastler – oder wenn du gut mit einer Nähmaschine umgehen kannst. Dein Werk wird Teil eines Kissenbezugs (16 × 16 cm oder 30 × 30 cm für ein Statement-Kissen) oder einer schönen Tasche. Eignet sich wunderbar als persönliches Geschenk.
Kombiniere es mit einer einfarbigen Rückseite in der gleichen Farbfamilie, füge einen Reißverschluss oder Knopfverschluss hinzu – und du hast ein einzigartiges Einrichtungsstück.
Welche Methode passt wozu?
- Kleine Arbeiten (15–20 cm): im Stickrahmen lassen oder einrahmen.
- Mittelgroß (20–40 cm): einrahmen oder aufspannen.
- Groß (40+ cm): mit Passepartout einrahmen oder auf eine große Platte spannen.
- Geschenk: im Stickrahmen – sieht festlich aus und erfordert wenig zusätzlichen Aufwand.
- Eigene Einrichtung: was zu deinem Stil passt. Industrielle Einrichtung? Straffer schwarzer Rahmen. Boho-Look? Holzring oder gespannt.
Häufige Fehler beim Fertigstellen
- Nicht waschen und hinterher Flecken sehen. Waschen vor dem Fertigstellen ist eine günstige Versicherung.
- Zu eng rahmen. Halte 2–3 cm Rand um dein Werkstück – sonst schneidet der Rahmen deine Kreuze ab.
- Bügeln auf der Vorderseite. Kreuzstiche werden flach. Immer von der Rückseite mit einem Handtuch dazwischen.
- Billiger Karton im Rahmen. Säurehaltiger Karton verfärbt deinen Stoff nach ein paar Jahren gelb. Verwende Museumskarton.
- Zu dünner Stoff für die Ringmethode. Klebe eine Filzschicht hinter deine Arbeit, um Durchscheinen zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen
Muss Glas vor meine Arbeit?
Glas schützt vor Staub und UV-Strahlung – ratsam, wenn dein Werk direktem Licht ausgesetzt ist. Für ein Wohnzimmer mit gedämpftem Licht geht es oft auch ohne. Wenn du Glas verwendest: Wähle entspiegeltes Glas für den schönsten Look.
Was, wenn mein Werk Flecken hat, die nicht verschwinden?
Probiere Oxi-Pulver oder ein mildes Fleckensalz in lauwarmem Wasser (nur bei farbechtem Garn). Hilft es nicht – rahmen es ein und achte darauf, dass der Fleck außerhalb des zentralen Bildes liegt. Die Geschichte hinter einem Werk ist oft charmanter als Perfektion.
Kann ich meine Arbeit einrahmen lassen, ohne dass sie aufgespannt wird?
Frag deinen Rahmungsmeister danach – dann kleben sie dein Werk lose mit archivsicherem Klebeband auf den Karton, anstatt es zu spannen. Etwas weniger straff, aber reversibel.
Wie bewahre ich meine Werke auf, die nicht gerahmt sind?
Flach in einer Schachtel, getrennt durch säurefreies Papier. Nicht entlang derselben Linie falten – Falten können immer sichtbar bleiben.
Bereit zum Starten?
Hast du noch kein Werk zum Fertigstellen? Sieh dir unser Stickpaket mit eigenem Foto an und wähle ein Muster, das dazu passt, wo du es später aufhängen möchtest. Lies auch unsere Anfängeranleitung und den Leitfaden zur Auswahl von Stickrahmen, wenn du noch unsicher bei der Materialwahl bist.